Digitaler Nachlass: Das Handbuch für Vorsorgende und Hinterbliebene by Sabine Landes


1259e3fa65d6f08-261x361.jpg Author Sabine Landes
Isbn
File size 925.75KB
Year 2017
Pages 118
Language German
File format PDF
Category information technologies



 

Digitaler Nachlass Das Handbuch für Vorsorgende und Hinterbliebene Sabine Landes und Dennis Schmolk Kontakt und Aktuelles digital-danach.de facebook.com/digitaldanach/ twitter.com/digital_danach Inhaltsverzeichnis Vorwort Infos rund um den digitalen Nachlass Auf Spurensuche – was ist eigentlich digitaler Nachlass? Was gehört alles zum digitalen Nachlass? Ein Überblick Hardware, Dateien und Software (-Lizenzen) Social-Media-Profile und die in Social Networks vorhandenen Daten Websites und Blogs E-Mail Shop-Accounts Kommunikation in Web-Foren und Communities Digitale Währungen und Cryptocurrencies wie Bitcoin Sonstige Accounts Rechtslage in Deutschland Digitaler Nachlass betrifft jeden – drei Fallbeispiele Fallbeispiel 1: Anna Mayer, 67, Mutter und Großmutter, Handarbeitsprofi Fallbeispiel 2: Herbert Hansen, 42, Familienvater, Motorradfahrer und eCommerce-Spezialist Fallbeispiel 3: Lisa "Lizzy" Rother, 21, Kauffrau und YouTuberin Praxis – Was kann man konkret tun? Leitfaden für Hinterbliebene – den digitalen Nachlass in drei Schritten regeln (Nachsorge) Schritt 1: Überblick gewinnen und dokumentieren 1. Offline-Recherche Die Suche nach den Datenträgern Software, Lizenzen und Applikationen sichten Dateien (z.B. Texte, Bilder, Filme) auf den Datenträgern Wer hilft, wenn es nicht weitergeht? 1.2 Online-Recherche Die relevanten Online-Accounts eines Verstorbenen finden E-Mail-Accounts als wichtigster Ausgangspunkt für die Online-Recherche Schritt 2: Sichten und entscheiden Schritt 3: Operativ regeln Leitfaden für Vorsorgende (Digitale Datenverfügung) Warum vorsorgen? In vier Schritten für den digitalen Nachlass vorsorgen Schritt 1: Überblick verschaffen und auflisten: Wie setzt sich mein persönlicher digitaler Nachlass zusammen? Schritt 2: Entscheidungen treffen: Was soll im Ernstfall mit meinem digitalen Nachlass passieren? Schritt 3: Entscheidungen dokumentieren: Eine digitale Nachlassverfügung erstellen Schritt 4: Die digitale Nachlassverfügung hinterlegen Entscheidungen direkt umsetzen am Beispiel von Google und Facebook) Vorsorgen bei Google: Der Kontoinaktivitäts-Manager Vorsorgen bei Facebook Vorsorgetipps für Digitalwährungen Exkurs: Trauerkultur im digitalen Raum Von der selbst erstellten Website bis zum Gedenkseitenportal – Gedenken im Internet Die individuelle Website zum Gedenken an den Verstorbenen Digitale Trauerforen als Zentrum für Austausch und Miteinander Gedenkseitenportale im Internet – “Social-Media-Profile“ für Verstorbene Gedenkseitenportale im Überblick Nachwort Anhang Vor- und Nachsorgemöglichkeiten bei Onlinediensten – aus unseren Rechercheergebnissen E-Mail-Accounts GMX WEB.DE FreeMail Social Media Accounts Facebook XING Twitter Streaming- und Abo-Dienste: Filme, Serien, Musik, Hörbücher Eigene Websites Cloudspeicher am Beispiel Dropbox Wichtiges erklärt / Glossar Weiterführende Links und Tipps Vor- und Nachsorgeberatung Vorsorgeportale Nachsorgeportal Gedenkseitenportale Nützliche und interessante Websites Bücher Checklisten Fünf Vorsorgetipps, die man zu Lebzeiten beherzigen sollte Fünf generelle Tipps, die man als Erbe eines digitalen Nachlasses beherzigen sollte Praxistipps für die digitale Vorsorge in Unternehmen: Wenn ein Mitarbeiter stirbt Checkliste: Welche Online-Kontakte sollten im Todesfall informiert werden? Vorlage: Beispiel für eine digitale Nachlassverfügung Impressum Vorwort Im vergangenen November durfte ich auf der #digina16, der ersten deutschsprachigen Konferenz zum digitalen Nachlass, den Eröffnungsvortrag halten. Auf dieser Konferenz wurde das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln besprochen: Verbraucherschutz, juristische Fragestellungen, gesellschaftliche Relevanz und Lösungsansätze für „Dich und mich“. Die Fragestellungen sind komplex, digitaler Nachlass ist nicht gleich digitaler Nachlass. Das Spektrum reicht vom defensiven Gelegenheitsnutzer bis hin zum sorglosen Poweruser. Unachtsame Gelegenheitsnutzer und verantwortungsvolle Profis gibt es natürlich auch. Kein Nutzerprofil gleicht dem anderen. Ja es ist sogar so, dass zusammengesehen die Konfiguration des eigenen Rechners, die gesetzten Lesezeichen, die Reihenfolge, in der Programme geöffnet werden, und die Zusammenstellung der Plattformen, bei denen ein Nutzerkonto besteht, so einzigartig wie der Fingerabdruck eines Menschen sind. Auf der anderen Seite erzielen laut der EHI.org Studie E-Commerce 2016 die drei Spitzenreiter Amazon, Otto und Zalando in Deutschland mehr als elf Milliarden Euro Umsatz. Das ist fast so viel wie die Onlineshops auf den Rängen vier bis 100 zusammen. Ein Großteil der Internetaktiven ist mindestens bei einem dieser Anbieter angemeldet. Auf der #digina16 waren es vor allem Onlineunternehmen, die Lösungen für Vorsorge und Nachsorge anbieten, Verbandsvertreter, interessierte Blogger und Internetaktive, die intensiv miteinander diskutierten, begleitet von zahlreichen Journalisten. Printmedien, Radio und Fernsehen sorgen schon seit geraumer Zeit dafür, dass das Thema in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. „Digitaler Nachlass“ – vor Jahren war die erste Reaktion von Menschen meist „Was soll das denn sein?“. Inzwischen ist der Begriff vielen bekannt, auch wenn er sehr unscharf ist: online und offline, Dateien und Accounts, E-Mail, Social-Media, Onlineshop, Forum, Hardware und Software. Irgendwie fällt alles Digitale darunter, das nach dem Tod eines Menschen übrig bleibt. Diesen digitalen Nachlass aufzulösen, ist nicht einfach. Dieses E-Book bietet eine systematische Annäherung an alle wichtigen Fragestellungen. Sabine Landes und Dennis Schmolk bieten seit dem Sommer 2015 hilfreiche Artikel, aktuelle Informationen und Interviews auf ihrem Blog digitaldanach.de an. Aus diesem Fundus schöpfen sie. Herausgekommen ist ein Handbuch für Vorsorgende und Hinterbliebene. Mit seinem umfangreichen Anhang mit Webadressen, Checklisten und einem Glossar ist es für die Praxis gedacht, für Menschen, die wissen, warum sie sich mit allem Digitale im Todesfall befassen (müssen). Die digitalen Möglichkeiten erleichtern das Arbeiten. Das Internet ist faszinierend. Es ermöglicht vielfältigen Kontakt mit anderen Menschen. Es stiftet Nutzen. Wer gut aufgeräumt unterwegs ist und sich der schlichten Tatsache bewusst ist, dass wir alle sterblich sind, kann hier viel Freude erfahren. Wenn Sie sich also an die Arbeit machen, als Hinterbliebener einen digitalen Nachlass zu bearbeiten oder für sich selbst vorzusorgen, kann diese geordnete Übersicht Sie auf dem Weg führen. Birgit Aurelia Janetzky im Januar 2017 Infos rund um den digitalen Nachlass Digitaler Nachlass – ein Schlagwort, das immer öfter in den Medien auftaucht. Aber worum handelt es sich dabei genau? Wen betrifft dieses Thema und seit wann spielt es eine Rolle? Auf diese grundlegenden Fragen gehen wir am Anfang dieses Buchs ein. Dabei geht es auch um die Frage, ob sich eine Beschäftigung mit digitalem Nachlass überhaupt lohnt – oder ob das Thema nur ein Hype ist, der wieder vorbeigehen wird. Soviel gleich vorab: Wir sind überzeugt, dass es sich lohnt, sonst gäbe es diesen Ratgeber nicht. Anhand einiger Fallbeispiele zeigen wir Ihnen, dass ein digitaler Nachlass immer eine sehr individuelle Angelegenheit ist und wieso Hinterbliebene in vielen Fällen nicht umhin kommen, sich mit den Online-Aktivitäten ihres Verstorbenen zu beschäftigen. Zur Info vorab: Einige der im Buch verwendeten Fachbegriffe erläutern wir im Glossar (im Anhang). Auf Spurensuche – was ist eigentlich digitaler Nachlass? Digitaler Nachlass ist ein noch relativ neues Thema – auch der Begriff selbst wird mal enger, mal weiter definiert. So verstehen manche darunter lediglich ein Dokument, in dem man seine digitalen Konten und Zugangsdaten dokumentiert und z.B. dem Testament beilegt. Wir fassen den Begriff weiter: Seit der Digitalisierung aller Lebensbereiche hinterlassen Menschen, wenn sie sterben, nicht nur in der analogen Welt Spuren, sondern auch in der digitalen: Das sind z.B. Fotos, Texte oder Videos, die auf technischen Geräten wie Computern oder Smartphones und/oder im Internet gespeichert sind, Social-Media-Profile, Websites, Blogs, Kundenkonten, Online-Abonnements, PaypalGuthaben oder Digitalwährungen wie Bitcoin. Nach unserem Verständnis ist digitaler Nachlass aber noch mehr: Das sind auch die Beziehungsgeflechte und Gespräche, die Menschen via Chat und Direktnachricht in Social-Media-Netzwerken, Foren und Communities hinterlassen. Stirbt ein Mensch, erben die Hinterbliebenen auch den digitalen Nachlass. An ihm hängen (manchmal erhebliche) materielle Werte, wichtige Erinnerungen und Andenken. Als Thema ist dieses digitale Erbe gerade im Privatbereich noch relativ jung: Es setzt mit dem Zeitpunkt ein, seit dem wir digitale Speichermedien verwenden. Ein Beispiel: Seit um die Jahrtausendwende Digitalkameras für Privatpersonen bezahlbar geworden und vermehrt digitale Fotos entstanden und z.B. auf PCs gespeichert worden sind, gehören diese Fotos zu unserem digitalen Nachlass. Und natürlich betrifft das auch jede andere Datei auf unseren Rechnern: Auf digitalen Speichermedien halten wir ja neben Fotos z.B. auch Dokumente, Texte, Software, Audio- und Videodateien fest. Bevor das Internet ins Spiel kam, war dieser Nachlass noch einigermaßen überschaubar. Hatten die Hinterbliebenen Zugang zur Hardware, hatten sie eigentlich den digitalen Nachlass kompakt zusammengefasst. Unübersichtlicher wird es, seit Internetanschlüsse, Smartphones und weitere Smart Devices selbstverständlich zu unserem Alltag gehören. Je mehr Geräte, je mehr cloudbasierte Dienste und Apps wir nutzen, desto mehr digitale Spuren hinterlassen wir und desto komplexer (aber auch relevanter) wird das Thema digitaler Nachlass. Es entwickelt sich Hand in Hand mit der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags, sodass heute der bloße Festplatteninhalt nur einen kleinen Teil gegenüber den “gesharten” Fotos auf Flickr, den Dokumenten in der Dropbox und den offenen Kommunikationen in mehreren E-Mail-Konten ausmacht. Was gehört alles zum digitalen Nachlass? Ein Überblick Der digitale Nachlass eines Menschen beinhaltet im Grunde alles, was er auf seinem Computer oder im Internet hinterlässt, wenn er stirbt. Egal, ob man vorsorgen möchte oder das digitale Erbe eines verstorbenen Menschen sichten und verwalten muss: Zunächst braucht man einen Überblick, was alles dazugehört. Hier eine (naturgemäß niemals abschließende) Auflistung der Bestandteile: Hardware, Dateien und Software (-Lizenzen) An erster Stelle haben wir es beim digitalen Nachlass mit der Computer-Hardware zu tun, auf der Daten gespeichert sein können – von der Digitalkamera bis zum Laptop, vom USB-Stick bis zum Smartphone gehört alles mit dazu. Beispiele für Hardware: Personal Computer (PC), Laptops Smartphones, Handys Speichermedien wie externe Festplatten, USB-Sticks oder DVD-Roms Digitalkameras E-Book-Reader mp3-Player, iPods Smartwatches, Wearables Drucker Router “Internet der Dinge” (Smart-TV, Autos, Motorräder, Kühlschrank, Rollladensystem, etc. mit Internetanschluss) etc. Beispiele für Dateien und Software: Dateien auf dem Rechner wie Dokumente (.docx, .odt, .pdf) Bilder (.jpg, .png) Musik (.wav, .mp3) Videos (.mp4) HTML-Dateien etc. Dateien in Cloud-Diensten wie Dropbox, OneDrive, Google Drive, iCloud, Copy, … Software (installierte Programme, Zugriffsprogramme auf entfernte Software) wie z.B. Spiele, Mailclients, Grafikprogramme wie Gimp oder Photoshop, Office-Suites wie Microsoft Office uvm. Dazu gehören auch “Werke” im urheberrechtlichen Sinn – also Texte, Filme, Tonaufnahmen, Grafiken, etc., die man selbst geschaffen hat. Social-Media-Profile und die in Social Networks vorhandenen Daten In sozialen Netzwerken hinterlassen aktive Nutzer nicht nur Kommunikationsabläufe (etwa Chatprotokolle, Postings mit Kommentaren), sondern häufig auch diverse Mediendateien wie Fotos, Bilder, Grafiken, Musik oder Videos. Vielfach sind Nutzer, etwa, wenn sie Inhalte nur teilen, keineswegs die Urheber der mit ihrem Nutzerkonto verbundenen Daten. Für die postmortale Nutzung dieser Inhalte durch Erben bedarf es zudem häufig der Zustimmung Dritter – manchmal des Netzwerks, häufiger aber der bspw. auf Fotos abgebildeten Personen. Rechtlicher Rat ist hier unumgänglich, falls Hinterbliebene die Inhalte nutzen wollen. Da Internet-User in Social Networks häufig auch Pseudonyme verwenden oder komplett anonym unterwegs sind, kann es schwierig werden, nach dem Tod eines Menschen einen Überblick über alle von ihm verwendeten Netzwerke zu gewinnen. Beispiele für Netzwerke: Facebook Twitter Instagram Pinterest YouTube Google Plus Xing Snapchat Whatsapp Telescope u.v.m. Websites und Blogs Neben den Spuren in den Social-Media sind auch Websites und Blogs Bestandteil des digitalen Nachlasses eines Menschen. Die Frage, was mit privaten Websites nach dem Tod des Verantwortlichen geschieht, ist nicht immer ganz einfach zu beantworten. Gerade bei Seiten oder Blogs, die von mehreren Autoren gemeinsam betrieben werden, gilt: Hier muss das Urheberrecht an den Texten, Bildern und weiteren Inhalten berücksichtigt werden. Es stellt sich aber auch die Frage, wer sich im Vertragsverhältnis mit dem Hosting-Provider (der die Server betreibt, auf denen die Website läuft) und der Domain-Ausgabestation (bei .de-Domains z.B. die DENIC) befindet. Es empfiehlt sich, hier ausführlich zu recherchieren oder sich beraten zu lassen. Beispiele für Blogs und Websites: fremdgehostetes Blog auf medium.com oder wordpress.com selbstgehostetes Blog auf dem eigenen Server mit eigener .de-Domain (www.einewebsite.de) eigene Website mit .com-Domain (www.eine-website.com) E-Mail Eine sehr relevante Rolle für den digitalen Nachlass spielen E-Mail-Accounts. Allerdings ist hier die rechtliche Lage besonders kompliziert, weil je nach Inhalt der Mails (privat, beruflich, Verein, Projekt) der höchstpersönliche Schutzbereich des Verstorbenen oder auch die Rechte Dritter, also der E-Mail-Gesprächspartner, berücksichtigt werden (müssten). Im Streitfall ist juristischer Rat unbedingt notwendig. Beispiele: Freemail-Dienste wie Googlemail/GMail, GMX, WEB.de, T-Online, Hotmail, Yahoo, usw. Firmen-Mail-Adressen oder Geschäftsmails von Selbstständigen Mail-Adressen auf eigenen Servern Shop-Accounts Neben Social-Media- und E-Mail-Accounts gehören auch Accounts zum digitalen Nachlass, die wir uns für Online-Geschäfte anlegen, z.B. zum Einkaufen, Verkaufen oder Vermieten. Leider gehen bisher nur wenige Webshops in ihren AGB darauf ein, was beim Tod eines Kunden zu beachten ist. In der Regel treten die Erben in das Rechtsverhältnis und müssen ausstehende Zahlungen begleichen oder Waren zurücksenden. Deswegen ist gerade bei kostenpflichtigen Abonnements auf eine rasche Kündigung zu achten, um keine Folgekosten zu produzieren. Beispiele: Amazon-Account eBay-Account Accounts bei Otto.de, ikea.de etc. iTunes-Account Kommunikation in Web-Foren und Communities Auch in den klassischen Foren, den Vorläufern des Social Web, finden für User relevante Kommunikationen statt. Diese gehören ebenfalls zum digitalen Nachlass. Beispiele: Technik-Foren wie heise.de Zeitungs-Foren wie auf spiegel.de oder faz.de Hobby-Foren, bspw. Handarbeits- oder Bastelforen Viele Online-Spielehersteller schließen in ihren AGB (oder End User Licence Agreements, EULAs) die Nutzung durch eine andere Person als den Lizenznehmer, der den Vertrag geschlossen hat, aus. In diesem Fall verstößt eine Nutzung durch die Erben möglicherweise gegen diese Geschäftsbedingungen (aber nicht zwingend gegen Gesetze). Beispiele: Steam-Account (Zugriff auf diverse auf der Plattform erhältliche Spiele) World of Warcraft-Account Kingdom of Loathing-Account Digitale Währungen und Cryptocurrencies wie Bitcoin Zum digitalen Nachlass gehören auch digitale Währungen. Bei den meisten ist der Eigentümer lediglich im Besitz einer Datei, bei Bitcoin heißt sie wallet.dat. Diese enthält die verschlüsselten Informationen, die die eigentliche Währung darstellen. Das Eigentum an dieser Datei wird nach gegenwärtigem Stand wohl vererbt. Unklar ist aufgrund der Neuheit digitaler Währungen, ob das Erbe zu versteuern ist und welcher Gegenwert der Währung als Bemessungsgrundlage verwendet wird. Im Falle größerer Vermögen ist juristischer Rat unbedingt sinnvoll. Zudem kann technische Beratung sinnvoll sein, falls Dateien wie wallet.dat zusätzlich verschlüsselt (Bereich der Kryptografie) oder versteckt (Bereich der Steganografie) sind. Beispiele: Bitcoin Ripple LiteCoin Ether Monero Sonstige Accounts Auch viele weitere Dienste, von Websites über Cloud-Software bis Apps, erfordern für die Nutzung ein Konto. Nach dem Tod des Users ist es für Hinterbliebene oft nicht leicht, einen Überblick über die diversen Accounts zu gewinnen. Beispiele: Datenbanken wie statista.de Bibliotheksdienste (bspw. der lokalen Stadtbücherei oder der Universitätsbibliothek) Streamingdienste wie Spotify Apps wie Whatsapp, Pinterest Airbnb Rechtslage in Deutschland Wie schon am Anfang erwähnt, ist die rechtliche Situation zum digitalen Nachlass als relativ neues und extrem schnelllebiges Thema noch sehr unübersichtlich. Bis auf wenige Präzedenzfälle gibt es noch kaum Rechtsprechung dazu, viele Fragen sind noch ungeklärt. Prinzipiell gilt aber momentan: Rechtlich gesehen gelten für den digitalen Nachlass die gleichen Regeln wie für den materiellen Nachlass. Das bedeutet z.B. für das Erben von digitalen Produkten wie Downloads Folgendes: “Wenn der Download in nutzbarer Form auf einem zugänglichen Gerät liegt, etwa als Software oder Spiel auf einem PC, dann geht er – soweit nicht anders verfügt wurde – mit dem Gerät an den jeweiligen Erben über. Wenn das digitale Produkt aber auf ein Benutzerkonto angewiesen ist, um verwendet, gelesen, gespielt, gehört oder angeschaut zu werden, ist es gut möglich, dass die AGB des Dienstes vorsehen, dass der Zugriff auf das Benutzerkonto mit dem Tod des Benutzers endet. Ob solche Regelungen wirksam sind, haben die Gerichte jedoch bislang nicht entschieden.” (S. 61, Mein Recht im Netz) Denn hier stehen unter anderem datenschutzrechtliche, persönlichkeitsrechtliche und erbrechtliche Aspekte im Konflikt miteinander. Genauso bei der Frage, wem die EMails eines Verstorbenen gehören, denn die liegen meist auf dem Server des Providers. Der Deutsche AnwaltVerein (DAV) spricht sich hier für eine ausdrückliche Regelung zugunsten der Erben aus: Sie sollen auf E-Mails und andere Kommunikationsinhalte der Verstorbenen zugreifen können, ohne dass das Fernmeldegeheimnis anderer Personen diesem Zugriff entgegengehalten werden kann (Pressemeldung DAV vom 13.09.2016 zum 71. Deutschen Juristentag). Das berücksichtigt aber z.B. noch nicht den (Grenz-)Fall, dass der Verstorbene geschäftliche Mails über den privaten E-Mail-Account verschickt hat oder andersherum. Dabei kommen noch arbeitsrechtliche Aspekte mit ins Spiel, die E-Mails gehen die Erben eigentlich nichts an. Das Verzwickte an der Sache: Ob eine Mail geschäftlich oder privat ist, lässt sich oft erst beurteilen, wenn man sie gelesen hat. Die privaten E-Mail-Konten eines Verstorbenen scheinen aber prinzipiell den Erben zu gehören, es sei denn, der Erblasser hat selbst etwas anderes verfügt. Da sich die Lage aber ständig ändern kann, recherchieren Sie unbedingt auch selbst noch einmal nach aktuellen Entscheidungen und holen sich bei offenen Fragen juristischen Rat ein. Was die Rechtslage zum digitalen Nachlass zusätzlich verkompliziert, ist die Tatsache, dass ein Großteil der Firmen, deren Dienste wir täglich nutzen, nicht nach deutschem Recht agiert: Egal ob Facebook, Google, Dropbox, Yahoo, Spotify – sie alle sitzen in anderen Ländern. Bei Rechtsstreitigkeiten, z.B. ob ein rechtmäßiger Erbe den Zugang zu einem Dropbox-Account bekommen darf, prallen die verschiedenen Rechtssysteme aufeinander. Gerade, weil die Lage noch so unübersichtlich und viele Aspekte ungeklärt sind, empfiehlt es sich umso mehr, sich schon zu Lebzeiten um seinen digitalen Nachlass zu kümmern: Hinterlässt man z.B. seinen Angehörigen die Zugangsdaten zum DropboxAccount oder zum iPhone, erübrigt sich ein Rechtsstreit um den Zugang. Die Erben können dann die wichtigen Daten sichern und, wenn alles geklärt und bearbeitet ist, den Account löschen lassen. Aber auch hier gilt: Kein Buch, weder dieses noch ein anderes, kann in einer juristischen Streitfrage die persönliche Beratung durch einen Fachmann ersetzen. Zögern Sie also nicht, im “Krisenfall” anwaltliche Hilfe zu holen. Digitaler Nachlass betrifft jeden – drei Fallbeispiele Die Digitalisierung beeinflusst nicht nur die Art und Weise, wie wir unsere Freizeit und unseren Arbeitsalltag gestalten, wie wir Erinnerungen sammeln und Informationen speichern, sie beeinflusst auch, wie wir als Gesellschaft mit Tod, Trauer, Nachlass und Erbe umgehen. Standardisierte Rituale, wie wir Trauer im Netz ausdrücken, oder Routinen, wie wir mit den digitalen Spuren unserer verstorbenen Angehörigen umgehen, gibt es noch kaum. Zwischen Gedenkseiten und Trauer-Tweets gilt es deswegen, eine virtuelle Gedenk- und Erinnerungskultur zu schaffen und digitale Hinterlassenschaften zu regeln. Tatsache ist: Alle, die das Internet nutzen, hinterlassen Spuren. Digitaler Nachlass betrifft also jeden, der selbst online aktiv ist, und sei es nur, dass er einen E-MailAccount benutzt. Aber es geht noch weiter: Digitaler Nachlass betrifft auch jeden, der einen nahestehenden, im Internet aktiven Menschen verliert. Die Hinterbliebenen stehen nach dem Tod vor der Herausforderung, mit diesem digitalen Erbe umzugehen. Egal, ob sie sich selbst im Netz bewegen oder nicht. An drei anschaulichen (fiktiven bzw. anonymisierten) Beispielen wollen wir Ihnen zeigen, wie unterschiedlich digitale Nachlässe aussehen können, und wie unterschiedlich deswegen die Herausforderungen sind, vor denen Hinterbliebene stehen können. Alle drei Szenarien zeigen auch, warum es sich auf jeden Fall lohnt, sich rechtzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Fallbeispiel 1: Anna Mayer, 67, Mutter und Großmutter, Handarbeitsprofi Anna Mayer war bereits 60, als sie vor sieben Jahren das Internet für sich entdeckte. Ihre Enkelin Chiara recherchierte an einem Sonntagnachmittag gerade für ein Referatsthema am PC. Als Anna die 12-jährige zum Kaffeetisch holen wollte, fiel ihr Blick auf den Bildschirm: ein kompliziertes Häkelmuster mit einer detaillierten Anleitung für die Maschen. Erstaunt und zunehmend interessiert ließ sie sich von ihrer Enkelin zeigen, was man zum Thema Handarbeiten im Netz alles finden kann. Ein paar Wochen später an einem verregneten Dienstagabend nahm sich Anna dann zum ersten Mal die Zeit, um am Rechner ihres Mannes Paul selbst zu recherchieren. Bisher hatte sie kaum Zeit mit Computern verbracht, sie kam gut ohne Internet zurecht. In den nächsten Tagen und Wochen entdeckte sie eine Fülle von Vorlagen und Mustern für ihr größtes Hobby: Handarbeiten, vor allem Häkeln und Stricken, waren ihre Leidenschaft. Anna war begeistert. Doch was ihr beinahe noch größere Freude machte, war ein Handarbeitsforum, das sie entdeckte. Kurz darauf legte sie sich dort mit Chiaras Hilfe einen Account an und begann, im Forum erste Gespräche mit Gleichgesinnten zu führen. Seitdem verbrachte sie fast täglich zumindest ein paar Minuten im Netz, es wurde Teil ihres Alltags und vor allem Teil ihres Hobbys. In der Handarbeitscommunity lernte sie über die Jahre fünf Frauen kennen, mit denen sie die Leidenschaft für bestimmte Häkeltechniken und vor allem klassische Muster teilte. Das verband. Die Runde tauschte sich über neue Funde aus, hielt sich gegenseitig über Fortschritte bei der eigenen Arbeit auf dem Laufenden, beriet sich bei Schwierigkeiten. War ein Werk geschafft, posteten die Frauen ihre Ergebnisse, sprachen sich Lob und Anerkennung zu, und ermunterten einander bei Projekten, die sich über längere Zeit zogen. Bei diesem vertrauten Umgang blieben schließlich auch private Themen nicht außen vor. Die anstehende Familienfeier, die Enttäuschung über den Umzug der Kinder ins viel zu weit entfernte Hamburg, das Morgenritual mit Kaffee und Zeitung auf der Terrasse – man tauschte sich aus. Als Ingrid, eine der Damen, von ihrer schweren Krankheit berichtete, litten die anderen mit, waren Ansprechpartner, hörten zu, trösteten. Als der Krebs besiegt war, feierten die Freundinnen vor ihren Rechnern miteinander. Wenn Anna ihr Laptop zuklappte (das sie sich inzwischen besorgt hatte, weil sie es zusammen mit ihren Handarbeitssachen flexibler im Haus benutzen konnte), war das immer, als würde sie von einem Besuch bei Freunden zurückkehren. Auch, wenn Ingrid ihre Krankheit besiegt hatte, machte sich Anna seitdem Gedanken. Wie hätte ihre Runde davon erfahren, wenn es nicht gut ausgegangen wäre? Im schlimmsten Fall gar nicht. Ingrid wäre eines Tages einfach nicht mehr online gewesen. In diesem Fall hätten die Freundinnen zwar vermutet, dass sich ihr Zustand verschlechtert hätte, hätten aber keine Gewissheit gehabt. Vielleicht hätte Ingrid, die sich während ihrer Krankheit oft mit dem Tod beschäftigt hatte, aber auch vorgesorgt und ihrer Tochter nicht nur Wünsche für ihre Beerdigungsfeier hinterlassen, sondern sie auch gebeten, ihre Community zu informieren. Was aber, wenn Anna, die mit ihren 67 Jahren noch gesund war, etwas zustoßen würde? Annas eigener digitaler Nachlass würde momentan wie folgt aussehen: Hardware: Annas Daten befinden sich momentan sowohl auf ihrem persönlichen Laptop, auf dem PC ihres Mannes, den sie anfangs genutzt hatte, und auf ihrer Digitalkamera. Daten: Auf allen Geräten befinden sich neben zahlreichen Familienfotos Bilder ihrer Werkstücke in unterschiedlichen Entstehungsstadien. Dazu kommt auf den beiden Rechnern eine stattliche Sammlung an Handarbeitsanleitungen (vor allem im PDF-, Docund jpg-Format). Diese hat sie zum Teil geschenkt bekommen, kostenlos heruntergeladen, käuflich erworben (insgesamt im Wert von mehreren hundert Euro) und sogar selbst verfasst. Auch unter den geschenkten Anleitungen sind viele selbst verfasste dabei – von ihren Freundinnen. Logindaten: Die wesentlichen Accounts, die Anna bisher genutzt hat, sind für das Handarbeitsforum, zwei weitere Hobbyportale, ihr E-Mail-Account, (um sich über das Forum hinaus mit ihren Freundinnen austauschen und sich bei den Portalen anmelden zu können), Shopping-Accounts bei Fischer Wolle, Wolle Rödel und Loveknitting. Online: Zahlreiche Fotos, Texte und offene Gesprächsverläufe in Annas Handarbeitsforum. Außerdem hatte sie online eine eZeitschrift abonniert, die Rechnungen laufen ausschließlich an ihre E-Mail-Adresse. Die Situation für Annas Hinterbliebene: Annas Familie würde im ersten Moment überhaupt nicht davon ausgehen, dass Anna einen digitalen Nachlass hat – schließlich hat sie den Großteil ihrer Jahre nicht am PC verbracht, wichtige Unterlagen hat sie immer im Wohnzimmerschrank aufbewahrt und ihre Finanzen immer zusammen mit ihrem Mann persönlich bei der Bank geregelt. Für ihr Hobby hat sich ihr Mann nie sonderlich interessiert, auch nicht dafür, wie intensiv sie ihr Laptop dafür nutzte. Wie aktiv Anna in ihrem Forum war, würde höchstens ihre Enkelin vermuten. Anna würde von heute auf morgen nicht mehr in ihrer Handarbeitscommunity auftauchen. Die Nachrichten ihrer Freundinnen blieben unbeantwortet, das versprochene Foto von der fertigen Tagesdecke würde nie gepostet. Ihre Freundinnen, die sie im Alltag begleitet haben, würden nie erfahren, was geschehen ist, warum sie sich plötzlich nicht mehr meldet. Annas digitales Handarbeits-Zeitschriftenabo würde vorerst weiterlaufen, der Betrag dafür würde monatlich vom gemeinsamen Konto abgebucht werden. Da der Betrag nicht groß genug ist, dass er negativ auffallen würde und die Zeitschrift nicht im Briefkasten landet, sondern nur im Online-Postfach, würde es vorerst unbemerkt bleiben. Einen Teil von Annas Fotos und ihrer Anleitungsammlung würde ihr Mann auf seinem eigenen Rechner finden, schließlich auch auf ihrem Laptop. Allerdings hätte er keine Ahnung, welcher Anschaffungswert in diesen Anleitungen steckt. Dass sich seine Enkelin Chiara ebenfalls für Handarbeit interessiert und die Sammlung ihrer Großmutter gerne übernommen hätte, wüsste er wahrscheinlich nicht. Chiara wiederum würde nicht davon erfahren, weil ihr Großvater nicht davon erzählen würde – ihm schien das nicht so wichtig zu sein. Auch, wie viele der Texte von Anna selbst geschrieben sind, also Annas Werke im urheberrechtlichen Sinn, könnte er spontan nicht ausmachen. Wie könnte Anna für ihren digitalen Nachlass vorsorgen? Anna könnte ihrer Familie, oder zumindest den an Handarbeit interessierten Familienmitgliedern, von ihrer Online-Community erzählen und betonen, dass ihr dieser Freundeskreis sehr wichtig ist. Für den Fall der Fälle könnte sie ihre Logindaten für ihre wichtigsten Accounts, also für ihr E-Mail-Postfach, ihre Community und ihre Online-Zeitschrift, aufschreiben und zu den wichtigen Unterlagen im Wohnzimmerschrank legen. Idealerweise würde sie bei den Logindaten für ihr Handarbeitsforum notieren, welche Mitglieder ihr dort besonders wichtig sind und im schweren Krankheits- oder Todesfall informiert werden sollten. Anna könnte ihre Anleitungen strukturiert in Ordnern mit sprechenden Namen ablegen (z.B. Eigene Anleitungen, Gekaufte Anleitungen, Kostenlose Anleitungen) oder eine Liste über deren Kauf führen. Eine Notiz, dass Chiara die Sammlung erhalten soll, würde dafür sorgen, dass sie nicht verloren gehen kann. Fallbeispiel 2: Herbert Hansen, 42, Familienvater, Motorradfahrer und eCommerce-Spezialist Herbert Hansen ist seit fast 20 Jahren im Internet aktiv. Schon in den 90er Jahren baute er erste eCommerce-Lösungen und Online-Shops mit auf. Nach der Jahrtausendwende heiratete er seine Jugendfreundin Sylvia und hat mit ihr inzwischen zwei Söhne im Alter von 7 und 11. Hauptberuflich leitet er die Vertriebsabteilung eines Mode-Online-Shops, der sich auf Schuhe spezialisiert hat. Herberts große Leidenschaft sind Motorräder, insbesondere Yamahas. Daraus hat er einen kleinen Nebenverdienst entwickelt: Er betreibt eine Website, auf der er anderen Yamaha-Fans von ihm getestete Motorräder und Zubehör präsentiert. Die Seite finanziert sich über Werbung und sogenannte Affiliate-Links: Herbert verlinkt auf große Online-Shops und bekommt eine Provision, wenn Besucher darauf klicken und etwas kaufen. Außerdem betreut Herbert die Website seines Motorradclubs "Root 66". Auch privat und familiär nutzt Herbert fast immer digitale Geräte, Online- und Cloudservices. Die Familienalben im Wohnzimmerschrank enthalten nur einen Bruchteil all der Fotos, die er besonders seit der Geburt der Kinder gemacht hat; viele weitere liegen auf geschützten Cloud-Bereichen im Internet. Auch von seinen Motorrad-Touren hat er viele hundert Fotos gemacht, die er öffentlich bei Flickr oder auf seinen Websites präsentiert. Um die Finanzen der Familie kümmert sich Sylvia, sodass Herbert seine Zugänge zum Online-Banking, zum Finanzamt und zu verschiedenen Depots selten benötigt. Er hat aber (gegen den Rat seiner Frau) vor einigen Jahren Bitcoin und Litecoin gekauft, die nun auf einer verschlüsselten Festplatte "in Sicherheit" liegen. Herbert hat für seine Familie auch im Falle seines Todes vorgesorgt: Er verfügt neben Rücklagen auch – auf Drängen von Sylvia eingerichtet – über eine Risikolebensversicherung und ein Testament. Die beiden haben keine Gütertrennung. Im Sommer bereitet sich Herbert wieder für seinen alljährlichen Ausflug vor: Eine große, mehrtägige Motorradtour ins Gebirge. Falls Herbert verunglücken würde, würde sein digitaler Nachlass viele Punkte aus allen möglichen Lebensbereichen umfassen: Beruflich Hardware: Arbeitsrechner mit einem Benutzerkonto, dessen Zugang von der IT-Abteilung aber leicht wiederhergestellt werden kann Login-Daten für diverse Dienste, die er beruflich nutzt, z.B. bei einem NewsletterDienstleister, verschiedenen Hosting-Agenturen und Statistik-Tools. Nicht alle diese Zugangsdaten liegen auch den Kollegen vor, da nur Herbert sie benutzte Berufliche Korrespondenz, viele Konzepte und Marktstudien auf seinem Arbeitsrechner, seinem Privatlaptop und einem Tablet. Die privaten Endgeräte sind seinen Kollegen nicht zugänglich Nebenberuflich Zugänge zu seinem Webspace-Anbieter, zum Domain-Registrar und zu verschiedenen Servern seiner Yamaha-Seite Zugang zu seinem Amazon-Partnernet-Konto, über das er Produkte mit Provision verkauft Zugang zu seinem Google Display Network-Konto, über das er Werbung in seine Seite einbindet Privat Smartphone, ein eigenes und ein Familien-Tablet (zu dem auch Sylvia Zugang hat), ein Laptop und ein Standrechner (zu denen Sylvia keinen Zugang hat) Mehrere hundert Login-Daten zu verschiedenen Diensten, von Facebook und Amazon über Google und Dropbox bis hin zu mehreren E-Mail-Konten. Herbert nutzte KeePass als Passwortmanager, sein Masterpasswort kannte aber nur er selbst Über 10.000 Fotos auf Flickr, Picasa und in der Amazon-Cloud Mehrere Stunden Videomaterial seiner Familie auf der Festplatte Zugangsdaten, Backups, Material und Inhalte der Website des Motorradclubs "Root 66" Bitcoin und Litecoin (Kryptowährungen) auf einer verschlüsselten Festplatte To Dos und Hürden für die Hinterbliebenen Müsste Sylvia zu diesem Zeitpunkt Herberts digitalen Nachlass regeln, stünde sie vor folgenden Aufgaben: Überblick verschaffen: Die Familie benötigt zunächst einen Überblick über die verschiedenen digitalen Werte, Identitäten und Zugänge. Leider kennt Sylvia nur Ausschnitte: Sie weiß, aus welchen Online-Kanälen Geld in die Familienkasse fließt, also

Author Sabine Landes Isbn File size 925.75KB Year 2017 Pages 118 Language German File format PDF Category Information Technologies Book Description: FacebookTwitterGoogle+TumblrDiggMySpaceShare Was passiert mit digitalen Werten, Social-Media-Accounts, Websites, E-Mails und Co. nach dem Tod? Wer muss sich darum kümmern – und wie macht man das? Welche Hürden und Fallstricke warten auf Vorsorgende und Hinterbliebene? Am besten ist es, sich schon frühzeitig um den eigenen digitalen Nachlass zu kümmern und vorzusorgen. Dadurch entlastet man die Hinterbliebenen und hilft Familienmitgliedern und Freunden. Für Erben ist es gleichzeitig wichtig, den digitalen Nachlass zu überblicken und zu verstehen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. In beiden Fällen hilft dieser Ratgeber. Mit Praxisbeispielen, Checklisten und Leitfäden bekommen Sie alles an die Hand, was Sie für Ihre eigene Vorsorge wissen müssen oder benötigen, um einen digitalen Nachlass zu regeln.     Download (925.75KB) Analog Ist Das Neue Bio jQuery Kochbuch Köstliches aus dem Wok Ordnung ist das halbe Leben: So meistern Sie die tägliche Daten- und E-Mail-Flut – im Büro und zu Hause Raclette: Das brutzelt so schön Load more posts

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