Autobiografische Körper-geschichten by Frank Schömer


39578cb45c5ebda.jpg Author Frank Schömer
Isbn 978-3938616734
File size 2.4 MB
Year 2015
Pages 452
Language German
File format PDF
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WWW.EBOOK777.COM Frank Schömer Autobiografische Körper-Geschichten Except where otherwise noted, this work is licensed under a Creative Commons License WWW.EBOOK777.COM erschienen im Universitätsverlag Göttingen 2007 WWW.EBOOK777.COM Frank Schömer Autobiografische Körper-Geschichten Sozialer Aufstieg zwischen 1800 und 2000 Universitätsverlag Göttingen 2007 WWW.EBOOK777.COM Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über abrufbar Ursprünglicher Titel der Dissertation: Ambition und Leibdistanz. Sozialer Aufstieg als Indikator eines ambivalenten Zivilisierungsprozesses zwischen 1800 und 2000 Dieses Buch ist auch als freie Onlineversion über die Homepage des Verlags sowie über den OPAC der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (http://www.sub.uni-goettingen.de) erreichbar und darf gelesen, heruntergeladen sowie als Privatkopie ausgedruckt werden [Es gelten die Lizenzbestimmungen der Onlineversion]. Es ist nicht gestattet, Kopien oder gedruckte Fassungen der freien Onlineversion zu veräußern. Titelabbildungen: Hintergrund: Lebenslauf der Promotionsakte (Prom. phil. Fak. Nr. 133 1903/04) von Gustav Weise, Universitätsarchiv Rostock Portraits von: a.) Christian Gottlob Heyne, von J. H. Tischbein d. Ä. (1772), Kopie von W. Vogt (1939), Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen; b.) Gottlieb Hiller, Frontispiz aus „Gottlieb Hiller's Gedichte und Selbstbiographie“, Coethen 1805; c.) Hermann Sudermann, von Max Slevogt (1927), Staatliche Museen, Berlin; d.) Seyran Ateş, privat. Umschlaggestaltung: Kilian Klapp © 2007 Universitätsverlag Göttingen http://univerlag.uni-goettingen.de ISBN: 978-3-938616-73-4 WWW.EBOOK777.COM Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Einleitung 7 1. Das rahmende Projekt ................................................................................7 1.1 Forschungsrahmen............................................................................7 1.2 Zur rahmenden Methode.................................................................9 1.3 Zum rahmenden theoretischen Konzept ....................................12 1.4 Wahrhaftigkeit und Authentizität .................................................13 1.5 Auswahl bestimmter sozialer Gruppierungen.............................14 2. Zur vorliegenden Untersuchung .............................................................15 2.1 Untersuchungsgegenstand .............................................................15 2.2 Zur theoretischen Konzeptualisierung ........................................21 2.3 Forschungsarbeiten verschiedener Disziplinen zum Phänomen sozialer Aufstieg ..............................................................29 2.4 Zum Quellenmaterial und zur Quellenauswahl ..........................32 2.5 Aufbau der Untersuchung .............................................................33 2.6 Entwicklungsperioden der Bildungs- und Mobilitätschancen ...34 WWW.EBOOK777.COM Teil 1: Figuration des Phänomens sozialer Aufstieg um 1800 37 1. Die Stimme eines Zeitgenossen.............................................................. 37 2. Eine moderne figurationssoziologische Einordnung .......................... 40 3. Die Themen sozialer Aufstieg und Leiblichkeit im Spiegel verschiedener Autobiografien............................................................... 44 Christina Gabriel .................................................................................... 45 Caroline Rudolphi .................................................................................. 46 Johann Christoph Händler.................................................................... 50 Johann Heinrich Voß ............................................................................ 53 Christian Gottlob Heyne....................................................................... 56 Gottlieb Hiller......................................................................................... 60 Zum Liebesleben sozial Aufsteigender ............................................... 73 Ulrich Bräker........................................................................................... 75 4. Erste Zwischenbilanz ............................................................................. 119 129 Teil 2: Figuration des Phänomens sozialer Aufstieg um 1900 1. Die Stimme eines Zeitgenossen............................................................ 129 2. Eine moderne figurationssoziologische Einordnung ........................ 137 3. Die Themen sozialer Aufstieg und Leiblichkeit im Spiegel verschiedener Autobiografien............................................................... 140 Hermann Sudermann .......................................................................... 141 Gustav Weise ........................................................................................ 144 Dietrich Schäfer.................................................................................... 165 Christine Holstein ................................................................................ 177 Franz Rehbein....................................................................................... 227 4. Zweite Zwischenbilanz .......................................................................... 272 287 Teil 3: Figuration des Phänomens sozialer Aufstieg um 2000 1. Zeitgenössisch-soziologische Diagnosen ............................................ 287 2. Die Themen sozialer Aufstieg und Leiblichkeit im Spiegel verschiedener Autobiografien............................................................... 295 Bommi Baumann ................................................................................. 295 Inge Viett............................................................................................... 304 Wolfgang Bittner .................................................................................. 314 3. Dritte Zwischenbilanz............................................................................ 367 WWW.EBOOK777.COM Schluss: Entwicklungslinien über drei Epochenabschnitte hinweg 383 1. Innen – Außen .........................................................................................383 2. Formalität – Informalität........................................................................389 3. Chancenstrukturen ..................................................................................393 4. Sprechen über die Leibdimension.........................................................396 5. Leibgebundenheit – Distanzierung vom Leiblichen – Ent-Leibung .............................................................................................398 6. Aufstiegsmechanismen ...........................................................................400 7. Kreativität – Habitusmodifikationen....................................................407 8. Berufliche und sonstige Wirkungsfelder – Seyran Ateş’ Geschichte als Gegenbild? .....................................................................414 9. Ausblick ....................................................................................................423 Literatur 431 Primärtexte.....................................................................................................431 Sekundärliteratur ...........................................................................................434 WWW.EBOOK777.COM WWW.EBOOK777.COM Vorwort Die vorliegende Studie ist eine geringfügig überarbeitete Fassung meiner Dissertation, die ich im Januar 2006 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der GeorgAugust-Universität Göttingen eingereicht habe. Gegenüber der ursprünglichen Fassung wurden lediglich einige kleinere Korrekturen und Ergänzungen vorgenommen. Die Arbeit ist Teilergebnis des sehr viel breiter angelegten Forschungsprojekts „Ästhesiologische Komponenten von Bildungsmilieus. Eine Untersuchung von Wissensordnungen des Alltags um 1800, um 1900 und in der Gegenwart“, das 1999 bis 2004 unter der Leitung von Peter Alheit (Universität Göttingen) und Hans-Rüdiger Müller (Universität Osnabrück) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde. Mein besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Peter Alheit, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Studie entstanden ist. Herzlich danke ich auch den beiden anderen Gutacherinnen Gabriele Rosenthal und Bettina Dausien. Darüber hinaus möchte ich Kolleginnen und Kollegen danken, die den Arbeits- und Entstehungsprozess begleitet und unterstützt haben: Hans-Rüdiger Müller und seinem Team an der Universität Osnabrück, Rouven Kleinert, Meike Sauerhering und Wassilios Stravoravdis; besonders aber dem Göttinger Team, Morten Brandt, Sonja Behrends, Andreas Gerold, Christine Hartig, Nicole Wille und Peter Alheit, mit denen die Mehrzahl der hier präsentierten Fallgeschichten diskutiert wurde. WWW.EBOOK777.COM Ein großes Dankeschön schulde ich den Studierenden, Examens- und MagisterkandidatInnen und DoktorandInnen, die in wechselnder Besetzung jeweils an der Forschungswerkstatt von Peter Alheit teilnahmen. In diesem Kreis konnte ich Teilergebnisse der Studie vorstellen sowie theoretische Konzepte diskutieren, die in die Arbeit eingeflossen sind. Für die nötige Abwechslung und Aufheiterung neben dem Forschungsprozess haben all die Studierenden und Freunde gesorgt, die ich von 1998 an auf dem Sportgelände der Universität Göttingen beim Fußballspielen kennengelernt habe. Von unschätzbarem Wert für das Gelingen des Vorhabens war zudem meine einstige Heimstätte an der Ostsee, die ich zum Ausspannen zwischendurch immer wieder mal aufsuchen konnte. Meine Mutter hat mir dabei auch über so manche Engpässe hinweggeholfen. Fachliche Beratung und mentalen Zuspruch erhielt ich in der Schlussphase des Projekts von Angelika Maser in Göttingen. Wie nicht selten bei sozialwissenschaftlichen Untersuchungen hat auch die vorliegende einen spezifischen biografischen Hintergrund. Meine Lebensgefährtin Christine Zahrnt hat den gesamten Arbeitsprozess in pragmatischer und reflexiver Teilnahme, aber auch in kritischer Distanz begleitet und am Schluss das Ergebnis Korrektur gelesen. Ohne ihre Lebens- und Kommunikationsfreude würde es das Folgende nicht geben. Unsere in vielerlei Hinsicht unterschiedlichen Herkunftsgeschichten haben sich überdies als äußerst günstige Rahmenbedingung für den behandelten Gegenstand erwiesen. Göttingen, März 2007 Frank Schömer WWW.EBOOK777.COM Einleitung 1. Das rahmende Projekt 1.1 Forschungsrahmen Die vorliegende Untersuchung ist im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts entstanden, das zwischen 1999 und 2004 an den Universitäten Göttingen und Osnabrück durchgeführt wurde und sich mit Ästhesiologie 1, d.h. mit dem Verhältnis zwischen körperlichen und geistigen Komponenten in Bildungsprozessen, beschäftigt hat. 2 Eine gewisse erkenntnistheoretische Brisanz liegt dabei darin, dass die harte Trennung zwischen Geist und Leib/Körper bzw. zwischen Erkennen und Empfinden einer kritischen Betrachtung unterzogen wird. Diese Trennung ist schon in der Antike erkennbar, aber spätestens seit Descartes auch in der europäisch-westlichen Moderne bis in die Gegenwart hinein prägend. Vereinfacht Zum theoretischen Fundament des Projekts vgl. die Habilitationsschrift von Hans-Rüdiger Müller 1998. 2 Dieses von der DFG geförderte Forschungsprojekt mit dem Titel „Ästhesiologische Komponenten von Bildungsmilieus. Eine Untersuchung von Wissensordnungen des Alltags um 1800, um 1900 und in der Gegenwart“ wurde unter der Leitung von Peter Alheit und Hans-Rüdiger Müller an den Pädagogischen Seminaren der Universitäten Göttingen und Osnabrück zwischen 1999 und 2004 durchgeführt. 1 WWW.EBOOK777.COM 8 Einleitung gesagt, ist die westliche Kultur bis heute eine stark „verkopfte“ Angelegenheit. 3 „Bildung“ wird daher im alltäglichen Verständnis meist sofort und ausschließlich mit geistiger Erkenntnis, Intellekt und/oder mit einer gewissen zivilisatorischen Höhe/Erhabenheit verknüpft. Dass dem Leib z.B. von vornherein im menschlichen Dasein eine fundamentale Bedeutung für die Entwicklung des Individuums zukommt (Geburtsvorgang, spezifische Geschlechtsmerkmale, Ausbildung der Sinnesorgane, Wahrnehmungsfähigkeit etc.), wird immer noch nicht wirklich hinreichend thematisiert. Deutsche „Geistesheroen“ wie Friedrich Schiller und Johann Gottfried Herder haben im 18. Jahrhundert versucht, den Menschen in seiner „Ganzheit“, also als ein komplexes Wesen aus Seele, Herz, Vernunft, Sinnlichkeit, Leidenschaft, Ethik, Religion etc., darzustellen. Dass die Kunst bzw. Theorien des Ästhetischen ein Feld darstellen, in dem sich das Zusammenspiel zwischen sinnlicher Wahrnehmung, persönlicher Empfindung und diskursivkognitiver Deutung zeigt, haben gerade solche Ästheten (neben den Genannten unter anderem auch Karl Philipp Moritz und Johann Wolfgang Goethe) hervorgehoben. Aber die Kunst stellt in jener Zeit bereits ein zumindest in Teilen gesellschaftlich etabliertes und institutionalisiertes Gebiet dar, das nicht erst in seiner Bedeutsamkeit für die Entwicklung des menschlichen Lebens herausgestellt werden muss. Interessant erscheinen für das Forschungsprojekt auch ganz andere, gewissermaßen informelle Erfahrungsbereiche (Spiele im Freien bzw. auf der Straße 4, Wettkampfsituationen im Kindesalter und später, alltagsästhetische Erfahrungen, Liebesbeziehungen usf.), die für den Bildungsweg eines Menschen von Bedeutung sind. Z.B. gelingt es schon im 18. Jahrhundert dem kleinen Ulrich Bräker, Sohn eines verarmten Kleinbauern, die Natur für die Konstruktion einer Gegenwelt zu nutzen. 5 In der wenigen freien Zeit, die ihm neben oder auch bei der Arbeit im väterlichen Betrieb verbleibt, erkundet er etwa die Lebensweise von Vögeln, kostet so manches, was seine Geißen fressen, gruselt sich beim Blick in die Tiefe (an einem Abhang oder von einem Baum herab), staunt beim Anblick eines brennenden Baumes oder steigt mit seiner Geißenherde den Berg hinauf und über die Wolken hinüber, um dieses Schauspiel der natürlichen Gegebenheiten einmal aus einer völlig anderen Perspektive zu betrachten. Ähnliche Erlebnisse werden andere Kinder auch gehabt haben. Aber nur wenigen wird es gelungen sein, sie in einer solchen Form für sich fruchtbar zu machen, wie es Bräker vermochte. Diese Er3 „Dass Bildung in erster Linie geistige Bildung sei und dass es auch vor allem auf sie ankomme“, heißt es bei Liebau 2006, S. 46, „gehörte lange zu den fundamentalen Glaubenssätzen nicht nur der deutschen, sondern der gesamten abendländischen Pädagogik.“ Laut Alkemeyer 2006, S. 124, geht es immer noch darum, „die weitgehende Blindheit universitärer Lern- und Bildungsforschung für die Bedeutung des Körperlichen in Bildungspraktiken zu überwinden“. 4 Schlumbohm 1981, S. 273ff., mahnte bereits an, dass „die Straße“ als „eine ‚Sozialisationsinstanz’“ von der Forschung gemeinhin übersehen werde. 5 Dazu Alheit/Brandt/Müller/Schömer 2001, S. 41ff. WWW.EBOOK777.COM Einleitung 9 fahrungen mögen bei ihm ihren Teil dazu beigetragen haben, dass er Alternativen, verschiedene Sichtweisen, Vorstellungen, Fantasien usw. entwickelt, die über das Übliche seiner Lebenswelt hinausgehen. Denn als Erwachsener wird Bräker später einen für seine soziale Herkunft ganz ungewöhnlichen Weg beschreiten. Er wird nicht nur Tagebuch schreiben, sondern auch einer Art Lesesucht verfallen. Eine Lesegesellschaft wird ihn als Mitglied aufnehmen. Er wird sich dazu überreden lassen, seine Lebensgeschichte niederzuschreiben. Eines Tages wird er sich zudem als „Dorfdramatiker“ versuchen, um dem verehrten Shakespeare – in den begrenzten Möglichkeiten seiner sozialen Situation – nachzueifern. Über diesen englischen Klassiker verfasst er sogar eine Abhandlung, 6 die zwar schlicht formuliert ist, die jedoch Eindrücke und Erkenntnisse widerspiegelt, die nicht allzu weit von zeitgenössischen Gelehrtenarbeiten entfernt sind. Dennoch: Bräker bleibt ein Außenseiter, ein Fremdling sowohl unter seinesgleichen, die ihn als Narren betrachten, als auch unter den Bürgerlichen der Lesegesellschaft, die in ihm immer auch den „armen Mann“ wahrnehmen. Bräker gelingt kein wirklicher sozialberuflicher Positionswechsel, denn er bleibt bis zuletzt in seiner ländlichen Schweizer Heimat Toggenburg ein Dörfler, der zwar seinen Horizont durch Erfahrungen in der Natur und beim preußischen Militär, durch Bücherlektüre, Reisen usw. erheblich erweitert hat. Da er aber nie einen institutionalisierten Bildungsweg eingeschlagen hat, etwa über eine höhere Schulbildung oder durch eine militärische Karriere, oder besser: Da die Ständegesellschaft dieser Zeit für einen durchaus aufstrebenden Mann aus so einfachen Verhältnissen noch keine Laufbahnen bereitgestellt hat, kann von einem sozialen Aufstieg nicht die Rede sein. Bräker ist allenfalls ein Bildungsaufsteiger, also jemand, der sich ein ungewöhnliches kulturelles Kapital anzueignen vermochte. Es bot sich an, hier im Voraus zur Veranschaulichung der Projektarbeit ein spezifisches biografisches Beispiel herauszugreifen, in dem schon mehrere Aspekte zusammengehen, die im Hinblick auf das zentrale Forschungsinteresse vielversprechende Erkenntnisse erwarten lassen: z.B. eine Vielzahl von außerinstitutionellen Bildungskomponenten, das Ausscheren aus dem Herkömmlichen, die starren und nicht selten hemmend wirkenden Formalitäten des sozialgeschichtlichen Kontextes usw. Das Beispiel verweist zudem bereits auf einige methodologische Aspekte des Forschungsprojekts. 1.2 Zur rahmenden Methode Es handelt sich um eine pädagogisch-soziologisch-historische Studie (die sich partiell auch an literaturwissenschaftliche Vorgehensweisen anlehnt), die exemplarisch drei Epochenabschnitte (um 1800, um 1900 und um 2000) untersucht, um 6 Bräker 1998a. WWW.EBOOK777.COM 10 Einleitung vergleichen und somit Aussagen über eine historische Entwicklung machen zu können. Dabei heißt „um 1800“ z.B.: Die grundlegenden Quellentexte hierfür entstanden in einem Toleranzbereich zwischen 1780 und 1820; entsprechende Toleranzen gelten für „um 1900“; für „um 2000“ wird ein etwas anders gelagerter Toleranzbereich angesetzt: zwischen 1980 und der Gegenwart. Da vielversprechende Texte, die etwas außerhalb dieser Toleranzspektren liegen, nicht a priori ausgeschlossen werden sollen, wird für diese Ausnahmefälle der Toleranzbereich mitunter um einige Jahre ausgedehnt. Wie dem Untertitel des rahmenden Projekts zu entnehmen ist, richtet sich die Aufmerksamkeit unter anderem auf „Wissensordnungen des Alltags“. Es liegt schon von daher nahe, sich einer Quellengattung zuzuwenden, die einen mehr oder weniger direkten Bezug auf den Wissenskosmos Alltag zu enthalten verspricht. Als Quellenbasis dienen somit (deutschsprachige) autobiografische Texte 7 im engeren Sinne. Im engeren Sinne heißt: Lebensgeschichten, die spezifische Kriterien erfüllen müssen. Z.B. sind reine Gelehrtenbiografien, die vornehmlich den institutionellen Bildungsweg behandeln, mit Blick auf informelle Merkmale wenig ergiebig. Denn gerade über privat-informelle Bereiche wie Kindheit und Eheleben findet sich hier oft nur am Rande etwas. Diesbezüglich sei angemerkt, dass man heute erfreulicherweise nicht mehr eigens darauf hinweisen muss, dass z.B. Liebesverhältnisse (als Teil der persönlichen Bildungsgeschichte) oft von erheblicher Bedeutung für einen Lebensverlauf sein können und dass dies auch für die (historische) Forschung von Interesse sein kann. 8 Die literaturwissenschaftliche Forschung hat sich mitunter diesen thematischen Aspekten – aus leicht einsichtigen Gründen – schon wesentlich früher zugewandt. Weniger interessant erscheinen angesichts des zentralen Projektinteresses zudem reine Bekehrungs-, Reise-, Flucht-, Abenteuer- oder Familiengeschichten sowie Memoiren- und Berufsliteratur wie auch chronikalische Lebensberichte. Demgegenüber kommen z.B. Bildungs-, „Antibildungs“-, „Aufstiegs“-, aber auch „Abstiegs“geschichten dem bildungstheoretischen Analyserahmen näher. Insbesondere im späten 20. Jahrhundert, vereinzelt schon vorher 9, sind auch einige autobiografische Texte in Romanform vorgelegt worden, die sich in vielerlei Hinsicht Zur Biografie als „soziale Wissensform“ vgl. Alheit/Dausien 1992; Alheit 1993. Exemplarisch sei diesbezüglich für die historische Forschung verwiesen auf zwei Arbeiten zu ganz unterschiedlichen sozialen Schichten: Kuhn 1982 (zu Arbeitern); Habermas 2000 (zum Bürgertum). Als Quellenbasis dienen Kuhn „Lebenserinnerungen“ und Habermas Ego-Dokumente der verschiedensten Art (Tagebücher, Briefe, Testamente, autobiografische Versuche etc.). 9 Als das berühmteste Beispiel kann wohl der „Anton Reiser“ von Karl Philipp Moritz im 18. Jahrhundert genannt werden. 7 8 WWW.EBOOK777.COM Einleitung 11 innovativ auf das Genre Autobiografie 10 auswirkten und daher in die Untersuchung integriert wurden. Als weitere Auswahlkriterien gelten: - - Es sollen Texte sein, die narrative und reflexive Elemente enthalten. Rein reflexive Texte (etwa essayistische, also eher sachlich-objektivierende als erzählende Autobiografien) haben sich als wenig fruchtbar erwiesen. Bevorzugt werden Texte, in denen eine gewisse Erlebnisnähe der autobiografischen Darstellung deutlich wird. Zu dem somit zusammengetragenen Quellenmaterial lässt sich in quantitativer Hinsicht nach mehr als 5 Jahren Projektarbeit Folgendes sagen: Allein für „um 1800“ konnten insgesamt knapp 160 Autobiografien ausfindig gemacht werden, von denen aber aufgrund der genannten und anderer Kriterien nur etwa 40 Texte in Frage kamen. Für „um 1900“ waren es um die 290, von denen etwa 50 relevant wurden. Für „um 2000“ etwa 65, von denen um die 40 einer näheren Betrachtung unterzogen wurden. 11 10 Zu den Veränderungen und Weiterentwicklungen des autobiografischen Schreibens über die Epochenabschnitte hinweg vgl. Alheit 2005a. Zu postmodernen Selbstpräsentationen ferner: Brandt/Alheit/Hartig/Schömer/Wille 2005. 11 Zur Findung der Quellentexte: Jens Jessen hat eine mehrbändige Sammlung dazu vorgelegt (Jessen 1987-1989; Jessen 1983). Aber es gibt natürlich auch bereits eine Vielzahl von Forschungsarbeiten, die sich unter verschiedensten Gesichtspunkten mit autobiografischen Texten beschäftigen. Für die weitere Recherche autobiografischen Materials waren hilfreich: Bergmann 1991; Bollenbeck 1976; Frerichs [1979]; Hardach-Pinke 1981; Hemmann 2002; Holdenried 2000; Lehmann 1988; Neumann 1970; Niggl 1977; Memoiren, Tagebücher und Autobiographien [für die Geschichte Berlins im Zeitraum 1786-1815], in: AG Berliner Klassik, http://home.arcor.de/berlinerklassik/memoiren.htm; Quellen- und Forschungsbibliographie zur deutschen Autobiographie im 18. Jahrhundert (1974-1984). Zusammengestellt von Christoph Weiß (1987), Saarbrücken, in: Das achtzehnte Jahrhundert 11, S. 45-62; Proletarische Lebensläufe. Autobiographische Dokumente zur Entstehung der Zweiten Kultur in Deutschland, hg. von Wolfgang Emmerich, 2 Bde., (1974) Reinbek bei Hamburg; Ungermann 1997; Wagner-Egelhaaf 2000. Da bei der Recherche immer mal wieder ein bisher nicht erwähnter Text ausfindig gemacht werden konnte, lässt sich von einer kumulativ ergänzten Quellensammlung sprechen. Die im Verhältnis zu den ersten beiden Epochenabschnitten geringe Anzahl von gesammelten Quellentexten zu „um 2000“ resultiert daher, dass aus forschungspragmatischen Gründen nur die Autobiografien, die in diesem Zeitabschnitt auf dem öffentlichen Literatur-Markt, d.h. im kommerziellen Buchhandel, zugänglich waren und sind, bei der Vorauswahl berücksichtigt wurden. Autobiografische Texte, die darüber hinaus in unterschiedlichen Publikationsforen, etwa in wissenschaftlichen und öffentlichen Bildungsinstitutionen, veröffentlicht werden (ein Beispiel hierfür: Verein „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, gegründet 1983 auf Initiative des Sozialhistorikers Michael Mitterauer), konnten nicht mit aufgenommen werden. Diese zu ganz unterschiedlichen Zwecken verfassten Texte sind angesichts einer begrenzten Recherchekapazität in ihrer Vielzahl praktisch nicht mehr überschaubar. WWW.EBOOK777.COM 12 Einleitung 1.3 Zum rahmenden theoretischen Konzept Um die Körperthematik zu entfalten, war es notwendig, ein rahmendes theoretisches Konzept zu finden. Denn selbstverständlich beschäftigten sich die verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen über die Jahrhunderte hinweg immer wieder mit diesem merkwürdig ungreifbaren Etwas des Körpers. Dass „Geistmenschen“, also etwa Universitätsgelehrte und Wissenschaftler, nicht unbedingt prädestiniert erscheinen, sich mit dem Körper, gewissermaßen einer der „Niederungen“ des Menschseins, auseinanderzusetzen, versteht sich beinahe von selbst. Dennoch findet sich etwa unter den Philosophen mitunter ein Denker, der auch hierzu Interessantes zu sagen wusste (z.B. Friedrich Nietzsche im 19. Jahrhundert). Literaten und Künstler haben, wie schon angedeutet, oft wesentlich aufschlussreicher den Körper thematisiert, als es Wissenschaftlern möglich war. Die moderne Medizin, wie sie sich etwa seit dem 18. Jahrhundert entwickelt hat, hat trotz all ihrer zweifelsohne beachtlichen technischen Fortschritte leider entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute ein eher instrumentell-funktionales Verhältnis zu unserem Körper haben. Instrumentell-funktional kann auf das alltägliche Erleben bezogen beispielsweise heißen: Läuft der Körper einwandfrei wie eine „Maschine“, dann kümmert er mich wenig, tut es irgendwo weh, dann greife ich zur Tablette oder gehe gleich zum Arzt, der es schon irgendwie richten wird. Die Sorge um den ganzen Menschen, um die Harmonie all seiner Anlagen und Befähigungen wird immer mal wieder sporadisch neu entdeckt. Seit den 1990er Jahren hat insbesondere die „Körpergeschichte“ 12 einen ungemeinen Aufschwung erfahren. 13 Man kann sogar von einer Art Kult um den Körper sprechen, bei dem sich die akademisch-gelehrte Welt von allgemeinen gesellschaftlichen Strömungen stark beeinflussen lässt (d.h. von Fitness-Welle, Gesundheitsbewusstsein, Bio- und Öko-Kost, Schönheitsidealen, plastischer Chirurgie, Jugendwahn etc.). Es gibt allerdings auch eine länger zurückreichende philosophisch-historische Tradition: einige Forscher, die umfassende Theorien zur Phänomenologie des KörperlichLeiblichen oder zum Umgang mit dem menschlichen Körper vorgelegt haben (Maurice Merleau-Ponty, Helmuth Plessner, Michel Foucault etc.). Als wesentlicher theoretischer Ausgangspunkt für das rahmende Projekt wurden letztlich die historisch-soziologischen Großuntersuchungen von Norbert Elias gewählt. Elias hat in seiner Zivilisationstheorie bereits ein historisches Verständnis von Körperlichkeit (sich wandelnden Verhaltensstandards, Manieren, Trieben, Affekten etc.) entfalten können. Der Körper/Leib ist in dieser Perspektive – soviel lässt sich vereinfacht zusammengefasst sagen – historisch-diskursiv konstruiert. Das heißt, er ist nie einfach als etwas Fertiges oder klar Fassbares vorhanden, sondern er Als zusammenfassende Überblicksdarstellung vgl. Lorenz 2000. Klein 2005, S. 73, sieht den neueren Diskurs um den Körper bereits einige Jahre vorher einsetzen: „Seit nunmehr fast 30 Jahren befindet sich der Diskurs um den Körper in einer Phase des Aufschwungs.“ 12 13 WWW.EBOOK777.COM Einleitung 13 wird von Menschen im gegenseitigen Austausch miteinander konstituiert. Dieses Sprechen, Definieren, Kategorisieren und eben auch Schreiben über den (eigenen) Körper lässt über die Jahrhunderte hinweg ein immer ausgefeilteres Reflektieren und Wissen über dieses „seltsame Etwas“ entstehen. Autobiografien sind selbstverständlich nur eine Textsorte unter vielen anderen, die man für eine Behandlung der Körperdimension heranziehen kann. 14 Es gibt allerdings Anzeichen dafür, dass schon anhand dieser einen Textsorte wesentliche Aspekte der im Zentrum des Interesses stehenden historischen Entwicklung aufgezeigt werden können. 1.4 Wahrhaftigkeit und Authentizität Wahrhaftigkeit und Authentizität waren lange Zeit die Leitbegriffe, mit deren Hilfe Wissenschaftler versuchten, den Wert von autobiografischen Texten aller Art, allgemein spricht man heute von Ego-Dokumenten 15 (Tagebüchern, Autobiografien, Briefen usf.), zu beurteilen. Meistens lief das darauf hinaus, dass den AutobiografInnen Wissenslücken, Irrtümer, Verzerrungen oder sogar bewusste Fälschungen ihrer Lebenserfahrungen und/oder der historischen Umstände vorgeworfen wurden. „Lebensgeschichten als ‚soziale Artefakte’ zu entlarven“, so die selbstkritische Reflexion des Historikers Volker Depkat, ist „für Historiker die einfachste und seit langem praktizierte Übung im Umgang mit Autobiographien, und sie hat letztlich dazu geführt, daß dieses Quellenreservoir nur sehr unzureichend und bruchstückhaft für die historische Analyse nutzbar gemacht worden ist.“ 16 Die Lebensbeschreibungen dienten so etwa der Politikgeschichte nur als untergeordnete Quellen, um spezifische Einzelheiten über eine Person oder ein geschichtliches Ereignis aus einer individuellen Sicht herauszufinden – Autobiografien also quasi als subjektiv gefärbtes Reservoir für die Erkundung eines historischen Faktors, der sonst verhüllt bliebe. 17 Über einen derartigen Missbrauch von Lebensgeschichten 18 ist man natürlich heute weit hinaus. 19 14 Zu einigen Aspekten des Konnexes zwischen Lebensgeschichte und Leiblichkeit siehe den Sammelband von Alheit/Dausien/Fischer-Rosenthal/Hanses/Keil 1999. 15 Schulze 1996. 16 Depkat 2003, S. 475. 17 Depkat 2003, S. 450, schreibt, dass „autobiographische Texte“ in diesem Verständnis „die Bereiche vergangener Wirklichkeit“ ausleuchten, „die entweder von den Akten nicht abgedeckt werden oder die überhaupt keinen schriftlichen Niederschlag gefunden haben. Autobiographische Texte führen in die Grauzone des Atmosphärischen hinter den verschlossenen Türen der Konferenz- und Verhandlungszimmer.“ 18 Wie Depkat 2003, S. 445, moniert, begegnete man diesem Quellenmaterial lange Zeit „mit unpassenden Fragen“. 19 Um nur beispielhaft auf die innovative Auseinandersetzung der jüngeren und jüngsten historischen Forschung mit autobiografischem Quellenmaterial hinzuweisen, seien hier zwei Untersuchungen hervorgehoben: Doerry 1986; Malinowski 2004. WWW.EBOOK777.COM 14 Einleitung Die sozialwissenschaftliche Biografieforschung hat seit den 1980ern ein Instrumentarium entwickelt, das es ermöglicht, eine biografische Erzählung sequenziellkritisch zu untersuchen (in der Regel arbeitet die Biografieforschung mit sogenannten narrativen Interviews). Das heißt, dass es durch die sequenzielle Analyse eines solchen Textes möglich wird, Ungereimtheiten und Unstimmigkeiten schon innerhalb des Textes selbst zu erkennen. 20 Mit einiger Erfahrung sieht man sehr rasch, wo ein Autor/Interviewpartner „schummelt“, verschweigt oder sogar „lügt“. Natürlich wurde im Verlauf der Projektarbeit auch nach ergänzenden und korrigierenden Informationen außerhalb des Textes Ausschau gehalten. Der Abgleich mit solchen Informationen von Außen, d.h. z.B. von Interaktionspartnern, aus archivalischen Quellen oder aus der Forschung unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen, muss sich dabei an pragmatischen Machbarkeitskriterien orientieren, denn in Einzelfällen wie etwa bei Moritz oder Goethe ist der Umfang der Forschungsliteratur kaum mehr zu überschauen. Grundsätzlich steht die Person der AutobiografIn und einstigen ProtagonistIn im Vordergrund. Es geht um ihr Leben und ihre Sicht der Welt. Vor dem Hintergrund postmoderner Theorien wird eine Autobiografie wie jeder andere Text als (soziale) Konstruktion behandelt. 21 Das heißt, das dort schriftlich Niedergelegte ist das Ergebnis einer ganz individuellen Sicht, die allerdings ihrerseits aus einem bestimmten Milieu oder Wissenskontext heraus entstanden ist. Darin unterscheidet sich eine Lebensgeschichte nicht wesentlich von anderen literarischen Texten (Roman, Novelle etc.) oder von einem wissenschaftlichen Text (der meist von einem Gelehrten zusammengestellt und geschrieben wurde). Alles ist auf seine Weise (nur) Konstruktion bestimmter sozialer Akteure. Um die Wahrhaftigkeit wissenschaftlicher Texte einzuschätzen, schaue man sich nur einmal dergleichen aus vergangenen Tagen an. Wie wenig können wir heute gemeinhin etwa von 20-30 Jahre alten Texten noch uneingeschränkt als „wahr“ bezeichnen? Der Anspruch auf Wahrhaftigkeit soll damit keineswegs aufgegeben werden. Nur erscheint es unumgänglich, auf die Zeit- und Kontextgebundenheit jeder Art von Wahrheit Rücksicht zu nehmen. 1.5 Auswahl bestimmter sozialer Gruppierungen Als ein weiteres Ergebnis des Prozesses der Quellenauswahl stellte sich heraus, dass bestimmte soziale Gruppierungen sich besonders für die Analyse eignen. Anhand der schriftlichen Produkte dieser Gruppierungen soll exemplarisch gezeigt werden, wie sich das Verhältnis der AutobiografInnen zu ihrem Körper geschichtlich entwickelt. Zur Veranschaulichung wurden die Texte dreier Gruppie- 20 21 Vgl. Rosenthal 1995. Dazu Gergen 1998. WWW.EBOOK777.COM

Author Frank Schömer Isbn 978-3938616734 File size 2.4 MB Year 2015 Pages 452 Language German File format PDF Category History Book Description: FacebookTwitterGoogle+TumblrDiggMySpaceShare Weshalb gelingt der soziale Aufstieg von »ganz unten«, obwohl zur Selbstdefinition moderner demokratisch-meritokratischer Gesellschaftssysteme gehörend, bis in die Gegenwart hinein so selten? Im Zentrum der Untersuchung stehen die Lebensgeschichten und Bildungserfahrungen von sozialen AufsteigerInnen aus bildungsfernen Herkunftsverhältnissen. Auf der Grundlage deutschsprachiger autobiografischer Quellentexte aus der Zeit vom 18. bis zum 21. Jahrhundert wird in einer vielschichtig vergleichenden Perspektive – insbesondere epochen-, sozialschicht- und geschlechterbezogen – sowohl nach den subjektiv empfundenen Entfaltungs- und Partizipationsmöglichkeiten dieser Ambitionierten als auch nach den objektiven gesellschaftlichen Chancenstrukturen gefragt. Ein zweiter Forschungsschwerpunkt liegt auf leiblich-sinnlichen Bildungskomponenten. Welche Bedeutung kommt dem Leib bzw. Körper für die Konstituierung dieser spezifischen Bildungs- und Lebensgeschichten zu? Die Analyse des autobiografischen Materials erfolgt mithilfe des Instrumentariums der sozialwissenschaftlichen Biografieforschung. Den theoretisch-konzeptionellen Ausgangspunkt bildet eine figurationssoziologische Zusammenführung der Zivilisationstheorie von Norbert Elias mit der praxeologischen Theorie von Pierre Bourdieu.     Download (2.4 MB) Selbstorganisation der Materie: Dialektische Entwicklungstheorie von Mikro- und Makrokosmos Die Söhne Des Mars: Eine Geschichte Des Krieges Von Der Steinzeit Bis Zum Ende Der Antike Die Römische Kaiserzeit Natter Bachem Ba-349 und andere deutsche Kleinstraketenjäger Inferno Jonastal: Hitlers letzte Zuflucht in Thüringen Load more posts

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